Ein Erdnussunfall! Und das im Grundschulbereich der Beauxbatons.
Der Vorfall blieb nicht folgenlos. Der Elternbeirat, großteils bestehend aus Ehemaligen, wurde zurück ins Leben gerufen und nun muss sich die gesamte Lehrerschaft mit den Portschlüssel-Eltern herumschlagen, welche versuchen, die Ideale und Vorstellungen der Schule mitzuformen. Und mit ihnen kommen Traditionen, die man in den letzten zwei Jahrzehnten etwas in Vergessenheit und den Hintergrund geraten waren: Die Logen!
Leistungsbezogene Verbindungsgemeinschaften, Frats bei den Schüler*innen und jungen Erwachsenen genannt, wurden wieder ausgegraben und treiben nun ihr Unheil. Ob gegenseitig gespielte Streiche, inoffizielle Wettbewerbe oder gar Anstiftungen zu Stra.. Streicheleinheiten der Pflegetiere im Stall? Die Logen sind involviert.
Doch zurück zu der Grandiosität:
Niemand der Schülerschaft hörte etwas davon, dass bis September die stillgelegten Ausbildungs- und Wohngebäude renoviert werden sollten und nun neben dem normalen Schulbetrieb auch Berufsschüler das Schulgelände unsicher machen. Und das ist noch lange nicht alles: Wiedereingeführte Pflichtpraktika für die Oberstufe! Neue Besenausrüstungen für die Quidditchteams! Eine neue Haustierregelung! Und die Wiederaufnahme des Turniers der schönen Künste! Und all das ab genau jetzt.
Und wäre das Drama innerhalb den Schulmauern noch nicht groß genug, bahnt sich im direkt daneben liegenden Dorf Mont St.-Edigna etwas Aufregendes an: Finja Featherfeah ist ausgezogen. Und damit die 37-fache Gewinnerin des Preises für bester Garten, schönste Haustür, interessanteste Wandgestaltung, schmackhaftestes Chilli, ... . Nun liegen alle Karten neu gemischt auf dem Tisch. Wird es wieder eine*n Trophäenabräumer*in geben oder wird dieses Mal das Glück von einigen Bewohner*innen gezogen? Dabei war das nicht das einzige, was Finja Featherfeah im Dorf so leistete. Der Posten der Bürgermeisterin ist frei, genau wie der der Gemeinderatsmitgliedvorstandsschaft. Und wenn es eines gibt, was man in Mont St.-Edigna nicht leiden kann, dann ist das Zuckerknappheit, das neue Studentenviertel und freie Posten. Wenn wir schon vom Zucker sprechen, hat jemand was von dem Zuckerraub letzten Donnerstag gehört?
Im Jahr 2010 fanden in der magischen Gesellschaft Frankreichs Umbrüche statt, welche ihre Welt essenziell veränderten.
Eine sehr sozialrechtlich fokussierte Partei übernahm die Regierung des Landes und setzte sich für die Gleichberechtigung von Frauen, Muggelstämmigen, und anderen Randgruppen wie zB. Squibs ein. Zwischen Frankreich, Belgien, Luxemburg, Spanien und Portugal entstand ein Länderbund, welcher den Euro in der magischen Welt anerkannte und vereinbarte die Prinzipien der Gleichberechtigung zu vertreten. Außerdem wechselte die Schulleitung der Akademie Beauxbatons, welche für viel frischen Wind sorgen sollte.
Das Amt der Schulleiterin wurde von Madame Maxime an die blutjunge Professorin Angelique Lefevre übergeben.
Gemeinsam mit ihrer Vorgängerin und stark unterstützt von der führenden Partei vollzog sie einige grundlegende Änderungen im Lehrplan. Dieser sollte sich nicht mehr nur auf magische Fächer beziehen, sondern mehr Allgemeinwissen vermitteln. Sie verlegte die drei Häuser in die Ländereien und führte das Programm zur Inklusion von Squibs ein, um diesen ein besseres Leben in der Magischen- und Muggelwelt zu ermöglichen.
Diese Änderungen wurden nicht von allen gerne gesehen. Insbesondere der Widerstand der Reinblüter war verheerend. In den nächsten vier Jahren gab es hitzige Debatten, in welchen die amtierende Schulleiterin und der Französische Präsident mit vielen Böswilligkeiten und harter Kritik konfrontiert wurden. Dies beruhigte sich mit den Jahren, dennoch bildete sich eine kleine, exklusive, Gesellschaft von Reinblütern, welche ihren Stand zurückerlangen wollen. Auch heute noch versuchen sie mithilfe von Korruption und offener Diskriminierung dieses Ziel zu erreichen. Inzwischen gibt es jedoch nicht nur eine altmodische Bewegung, sondern auch eine deutlich jüngere Gesellschaftsströmung, welche sich radikal für noch mehr Inklusion und Sozialleistungen einsetzt. Hierzu gehört ein Krankenkassensystem und ein Auffangnetz für die Ärmeren. Aufgrund ihrer extremen Mittel und teils unrealistischen und stark antikapitalistischen Ansichten, werden sie jedoch noch nicht ernst genommen.